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− B −


Baumsterben

Als B. wird oft ein episodisches Ereignis bezeichnet, das durch vorzeitigen und progressiven Verlust der Baum- bzw. Bestandesvitalität (-gesundheit) v.a. in höheren Altersklassen (beschleunigtes Absterben) über eine bestimmte Zeitspanne charakterisiert ist. Die Ursachen sind biotisch und⁄oder abiotisch. Mit dem B. ist nicht grundsätzlich das Aussterben einer Baumart gemeint. Häufige Symptome sind allgemeines Kränkeln, baum- und gruppenweises Absterben (oft schleichend), vorzeitiger Blattverlust (ältere Nadeljahrgänge, meist von innen nach außen), Zuwachsverluste, Totäste im Bereich der grünen Krone, Blattvergilbung (akute Vergilbung) bzw. Blattverfärbung und Kleinblättrigkeit (in höheren Lagen). B. bestimmter Baumarten tritt fast auf der ganzen Welt auf, wobei meist ein Ursachenkomplex für die Schädigungsbilder verantwortlich ist. Oft tritt es dort auf, wo standörtliche Voraussetzungen (insbesondere die Wasserversorgung) nicht optimal sind. Beim B. der betreffenden Baumarten handelt es sich um Komplexkrankheiten, für die das Absterben aus mehreren gleichzeitig bzw. auch hintereinander eintretenden, bekannten oder unbekannten Ursachen (Ursachenverkettung) charakteristisch ist.
• Buchensterben tritt zeitweilig in mehreren Ländern Europas auf. Das B. zeigt sich in Form von Kombinationsschäden: bräunlich-schwarze Flecken auf der Borke und auf ästen, Schleimfluß an der Rinde, Pilzinfektionen, Totäste und das Auftreten von Sekundärschädlingen (Insekten).
• Eichensterben wurde bereits im 18. Jh. beschrieben und tritt periodisch auf (auch in klassischen Eichen-Anbaugebieten). Ursachen: extreme Witterungsbedingungen (anhaltende Trockenheit, Absenkung des Wasserspiegels, Winterfrost) und diverse biotische Faktoren wie Insekten, Pilze und Nematoden.
• Fichtensterben: Erscheinungsbilder: akute Chlorose (Gelbfärbung der Nadeln, beginnend an der Nadelspitze) bzw. akute Vergilbung. F. kommt seit den frühen 70er Jahren in Mitteleuropa, in Berggebieten auf sauren und Mg-armen Böden vor und wird auch mit Oxidantienwirkung in Zusammenhang gebracht. F. tritt in österreich insbesondere im Voralpengebiet auf, wo die Fichte nicht standortsgemäß ist. Die Kombination von Niederschlagsarmut bzw. Trockenheit, Wurzelschäden (Wurzelrisse infolge Sturmeinwirkungen), Insekten- und Schadpilzbefall führt zum Absterben von Fichten.
• (Weiß-)Kiefernsterben: Ursachen sind z.B. nicht standortsgemäßer Anbau (z.B. im Eichen- Hainbuchenwald), Trockenheit, Wurzelfäule und Befall durch Hallimasch.
• Tannensterben: Eine der ältesten Syndrome in allen Gebieten, in denen Tanne vorkommt. Das T. äußert sich in einem langsamen Absterben mittelalter und alter Tannen ohne unmittelbar erkennbare Ursachen v.a. am natürlichen Arealrand. Schadbild: Schütterwerden der Krone, absterbende äste (von unten nach oben), Zuwachsverlust, Storchennest-, Adventivast- (= Wasserreiser) und Totastbildung; Nadelverfärbung nach graugrün und bräunlich (ähnlich Dürreschaden), Schwächeparasiten, Mistelbefall, Totwurzeln, assoziiert mit einem Naßkern ("pathologischer Naßkern", bakteriell verursacht: Verfärbung und Geruchsbildung).


Biodiversität

Mannigfaltigkeit von Lebewesen (Arten) und Organismengemeinschaften; Beschreibung des Ist-Zustandes der Vielfalt von Lebensformen in der Biosphäre. Beurteilt wird die B. nach Artendichten und Einheitlichkeit der Individuendichten (der Diversitätsindex ist hoch, wenn die Wahrscheinlichkeit, ein Individuum einer bestimmten Art anzutreffen, für alle Arten einer Biozönose gleich hoch ist). Die B. ist das Resultat einer langfristigen Entwicklung; sie ist ferner ein Indikator für (anthropogene) Einflüsse (auch für Immissionen) durch Veränderung der naturgegebenen Lebensbedingungen im Interesse einer besseren wirtschaftlichen Nutzung.


Bioenergie

Energie aus nachwachsenden Rohstoffen der Land- und Forstwirtschaft, z.B. Holz, Stroh, Ethanol, Biogas und Holzgas.


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Biomasse

Die gesamte Masse an lebenden Organismen einer Art (oder aller Arten) in einer Gesellschaft oder in einem Bestand zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. die Summe aus Phyto- und Zoomasse. Die B. von Bäumen ist die Gesamtheit aller Pflanzenteile. Die globale Phytomasse macht über 99% der Biomasse der Erde aus.


Bonner Beschluss

Der Bonner Beschluss ("Bonn Agreement") war das zentrale Ergebnis der Fortsetzung der 6. Vertragsstaatenkonferenz im Juli 2001 in Bonn. In dieser politischen Entscheidung haben die verhandelnden Minister zu allen wesentlichen Fragen der Ausgestaltung des Kyoto-Protokolls Kompromisse geschlossen. Mit dem Bonner Beschluss ist das Kyoto-Protokoll ratifizierbar geworden.


Für das Glossar verwendete Quellen:

Smidt, St.: Lexikon waldschädigende Luftverunreinigungen. (Hrsg. Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien (» www.bfw.ac.at; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (» www.bmu.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Schütt, P., Schuck, H. J., Stimm, B. (2002): Lexikon der Baum- und Straucharten. Hamburg

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (» www.wsl.ch; Abruf am 15.03.2005; 11:00 Uhr).

BUSO Bund Solardach eG (» www.buso.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).


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