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− K −


Kammerversuch

Versuch z.B. für Begasungsexperimente mit Pflanzen in geschlossenen oder oben offenen Kammern (häufig etwa 2-3 m hoch), in denen unter kontrollierten Versuchsbedingungen gearbeitet werden kann.


Klima

Das Klima eines Ortes ist die Synthese der täglichen Mittelwerte und Fluktuationen der meteorologischen Meßgrößen an diesem Ort, insbesondere Temperatur, Niederschlag, Strahlung, Sonnenscheindauer, Feuchte und Wind. Es ist somit das langzeitliche statistische Verhalten dieser Meßgrößen an einer bestimmten geographischen Örtlichkeit oder in einer Region bzw. der mittlere Verlauf der Witterung.


Klimaänderung

Im Gegensatz zu einer Klimaschwankung ist die K. eine gleichsinnige Abweichung von den klimatischen Mittelwerten eines Ortes, die sich zumindest über Jahrzehnte fortsetzt. Methoden der Erfassung der K. sind Zeitreihenanalysen und Klimamodelle. Ursachen für eine K.: Änderung des solaren Strahlungsstromes, Änderung der Rotation des Solarsystems und der Erdrotation; Änderung der Zusammensetzung der Erdatmosphäre und Änderung der Erdoberfläche (Urbanisierung, Landnutzung). Klimaänderungen aufgrund des Treibhauseffektes sind wahrscheinlich; sie werden sich jahreszeitlich und gebietsweise differenziert auswirken. Global gibt es eine solche im Hinblick auf chemische Zustandsgrößen; im Hinblick auf Temperatur, Niederschlag etc. ist diese noch nicht signifikant.


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Klimafaktoren

(Klimaelemente): Faktoren des Raumes, welche Strahlung, Temperatur, Luftfeuchte, Niederschläge, Wind, Sonnenscheindauer und damit das Klima beeinflussen, z.B. die geographische Breite, die Art des Untergrundes, die Höhenlage, die Exposition und die Bebauung.


Klimamodell

Modell zur näherungsweisen Darstellung der physikalischen Beziehungen im Klimasystem mittels Gleichungen.


Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

(engl: United Nations Framework Convention on Climate Change UNFCCC) Die Klimarahmenkonvention wurde auf dem Weltgipfel für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro angenommen und seither von 186 Staaten ratifiziert. Sie trat 1994 in Kraft. Die Klimarahmenkonvention ist der erste internationale Vertrag, der den Klimawandel als ernstes Problem bezeichnet und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Die Konvention bildet den Rahmen für die Klimaschutz-Verhandlungen, die jeweils als Vertragsstaatenkonferenz der Konvention stattfinden. Das Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC-Sekretariat) hat seinen Sitz in Bonn.


Klimasekretariat

» UNFCCC-Sekretariat


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Kohle

Fossile Brennstoffe mit einem Heizwert von ca. 25-35 MJ⁄kg. Die Schwefelgehalte von K. liegen jenach Art und Herkunft in der Regel zwischen etwa 0,5-3 %.


Kohlendioxid

Natürlicher, essentieller Bestandteil der Luft (0,03 %), der für die Assimilation der Pflanzen benötigt wird. Es reguliert die stomatäre Leitfähigkeit und die Photosynthese. K. (chemische Formel CO2) ist global das in den größten Mengen emittierte Gas. Die Konzentrationen der bodennahen Luft weisen vegetationsbedingt einen Jahresgang auf. K. wirkt als Treibhausgas, das relative Treibhauspotential des K. wurde = 1 gesetzt (Bezugsgröße für andere treibhausgaswirksame Komponenten). Der Beitrag zur globalen Erwärmung beträgt 50 %, der Anstieg der Konzentration in den letzten 100 Jahren 15 % (globale Zunahme beträgt derzeit etwa 0,4 - 0,5 % p.a.). Für die Vegetation ist viel weniger die Erhöhung der CO2-Konzentration als die durch sie bedingte Temperaturerhöhung von Bedeutung.


Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 von der 3. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention angenommen. In dem Protokoll verpflichten sich die Industriestaaten, ihre gemeinsamen Emissionen der wichtigsten Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5% unter das Niveau von 1990 zu senken. Dabei haben die Länder unterschiedliche Emissionsreduktionsverpflichtungen akzeptiert. Damit das Protokoll in Kraft treten kann, muss es von mindestens 55 Staaten ratifiziert werden, wobei diese mindestens 55% der CO2-Emissionen der Annex I-Länder von 1990 auf sich vereinigen müssen. Deutschland hat gemeinsam mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten das Protokoll im Mai 2002 ratifiziert. Mit der Ratifizierung Russlands konnte das Kyoto-Protokoll am 16. Februar 2005 in Kraft treten.


Für das Glossar verwendete Quellen:

Smidt, St.: Lexikon waldschädigende Luftverunreinigungen. (Hrsg. Forstliche Bundesversuchsanstalt Wien (» www.bfw.ac.at; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (» www.bmu.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).

Schütt, P., Schuck, H. J., Stimm, B. (2002): Lexikon der Baum- und Straucharten. Hamburg

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (» www.wsl.ch; Abruf am 15.03.2005; 11:00 Uhr).

BUSO Bund Solardach eG (» www.buso.de; Abruf am 01.03.2005; 15:00 Uhr).


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