Button zur vorherigen Seite (zurueck)
normale Schriftgröße mittlere Schriftgröße große Schriftgröße hoher Kontrast (schwarz⁄weiß) Standardkontrast (Farbe)

Holz ist idealer Werkstoff für Holzspielzeug

Botton
Autor (-en):
Jan Roth
Phalaxis Webtrade GmbH & Co. KG, Frankfurt a. M.
Kontakt:
Zusendung am:
19.12.2010
Einstellung am:
14.01.2011
Dokumenttyp:
für das Internetportal "Wald & Klima" zur Verfügung gestellter Beitrag
Spielzeug aus Holz erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. Die unterschiedlichsten Spielzeuge werden aus Holz hergestellt. Doch nicht alle Hölzer eignen sich für die Verwendung als Werkstoff für Holzspielzeug gleichermaßen. Und nicht alle Hölzer werden auf umweltgerechte Weise gewonnen, verarbeitet und aufgeforstet. Einen kleinen Überblick über die geeigneten und oft verwendeten Holzarten und ihre ökologische Bedeutung soll der folgende Beitrag geben.

Bild: Bild vom Web-Portal www.holzspielsachen24.de (Quelle: www.holzspielsachen24.de)

(Grafik: www.holzspielsachen24.de)

Für Holzspielzeug verwendete Holzarten

Auf Grund der naturgegebenen Eigenschaften eignen sich zwar die meisten, aber nicht alle Holzarten für die Spielzeugherstellung und die Gewährleistung der Gebrauchsanforderungen der Spielsachen.

Praktisch universal einsetzbar ist das Holz der Buche. Es vereinigt eine Reihe sehr angenehmer Eigenschaften auf sich. Buche ist weder zu weich noch zu hart; Buchenholz ist in Mitteleuropa gut verfügbar und liegt daher im mittleren Preissegment. Es splittert kaum, so dass sich auch Babyspielzeug, bei dem besonders darauf zu achten ist, dass Spielzeug keine splitternden Kanten aufweist. Gerade bei Spielsachen, hin und wieder einmal Schläge oder Stöße mit festeren oder spitzen Gegenständen aushalten müssen, ist Splitterfreiheit von großem Vorteil: Bei massivem Buchenholz ist die Folge eines auch heftigen Stoßes allenfalls eine Kerbe, nicht aber das Aussplittern der Stoßstelle. Besonders beliebt ist Buche in der Holzspielzeugherstellung aber deswegen, weil sich große, astlochfreie Blöcke finden lassen. Beispielsweise für eine Arche Noah aus Holz wird gern ein massiver Holzblock verwendet, aus dem die Arche dann geschnitzt wird. Ein Kaufladen soll größere Holzteile haben, die zumindest bei nicht farbig lackierten Kaufläden nach Möglichkeit ein harmonisches Bild abgeben sollten. Außerdem ist Buchenholz sehr attraktiv anzuschauen: Es hat eine attraktive Maserung, ohne zu unterschiedlich auszufallen.

Härter als Buchenholz ist das Holz der Eiche. Auch Eichenholz wird in Mitteleuropa gewonnen und ist deswegen recht gut verfügbar. Allerdings wächst die Eiche langsamer als die Buche und sind Eichen seltener als Buchen, so dass das Holz etwas teurer ist als Buchenholz. Außerdem ist Eichenholz härter und deswegen für bestimmte Spielsachen, die nicht zu hart ausfallen sollen, nicht ganz so gut geeignet. Farblich liegt die Eiche ähnlich wie die Buche im mittleren Farbtonsegment.
Button zum Anfang der Seite
Preislich günstiger als Eiche oder Buche sind die meisten hellen Hölzer, die überwiegend den sog. Weichhölzern zuzuordnen sind. Das Holz des Ahornbaumes ist oft der Werkstoff für die Fertigung von Holzspielzeug für Babys und Kleinkinder. Es ist recht hell und hat eine interessante Maserung. Für die Fertigung von Puzzlespielen aus Holzsegmenten, Bausteinen und Holzbilderbüchern wird gern die ebenfalls sehr helle Birke auf Grund ihrer abwechslungsreichen Farbnuancen gewählt. Für kleine Figuren als grundlegendes Schnitzholz eignet sich das Holz der Linde, da es weich ist und gut geschnitten werden kann. Auch das Holz der Esche ist recht weich und sehr hell; Eschen geben auch große astlochfreie Stücke, so dass sich beispielsweise Holzschlitten aus ihr bestens fertigen lassen. Bei den recht dünnen Schlittenteilen könnten Astlöcher nämlich schnell zum Bruch führen, was freilich bereits bei der Spielzeugherstellung vermieden werden soll. Andere Weichhölzer wie etwa die Pappel werden kaum in massiven Stücken verwendet. Hier werden eher Sperrholzteile hergestellt, die dann in preisgünstigen Holzspielzeugvarianten verwendet werden.

Bild: Pferd (Quelle: Fa. Grimm)

(Quelle: Fa. Holzspielzeug Grimm)

Nadelhölzer werden in der Holzspielzeugherstellung ebenfalls verwendet, allen voran Kiefer, Fichte und Tanne. Das belastbare und gut zu bearbeitende Holz der Kiefer ist der Ausgangsstoff für die Herstellung von Puppenhäusern, Holzeisenbahnen und bewegliche Holzspielsachen wie Schaukelpferde und Dreiräder oder Holzroller. Kiefer und Fichte sind preislich recht günstig, haben aber den Nachteil vieler Astlöcher und neigen außerdem recht stark zum Splittern. Daher muss besonders auf eine erstklassige Verarbeitung geachtet werden, damit keine scharfen, splitternden Kanten entstehen, an denen sich Kinder verletzen können. Selbst wenn aber seitens des Herstellers eine erstklassige Verarbeitung der Kanten gegeben ist, kann es im Spielbetrieb vorkommen, dass Schläge oder Stöße zur Entstehung von splitternden Stellen führen, die wiederum Verletzungsquelle sein können.

Exquisit und zunehmend in Mode kommen rötlich gefärbte Holzarten wie Erle, vor allem aber Kirsche und Birne. Diese Hölzer werden wegen ihres hohen Preises aber weniger im Kinderspielzeugbereich verwendet, sondern mehr im Bereich der Holzspielsachen für Erwachsene wie etwa Brettspiele (Backgammon, Mühle, Dame oder Mensch ärgere Dich nicht).

Kaum Verwendung finden im Holzspielzeugsegment bislang tropische Hölzer, die in der Möbel- und Einrichtungsbranche schon lange sehr beliebt sind. Solche tropischen Hölzer sind etwa Mahagoni oder Palisander, allen voran aber Teak. Dass sie in der Holzspielzeugbranche noch nicht so weit verbreitet sind, liegt zum einen daran, dass sie ausgesprochen hart sind, so dass sie sich für die Handverarbeitung nur bedingt eignen, sondern eher der industriellen Verarbeitung vorbehalten sind. Zum anderen liegt dies aber auch daran, dass sie im Verhältnis zu mitteleuropäischen Hölzern sehr teuer sind. Und schließlich sind sie sehr dunkel, was zumindest derzeit nicht dem Trend am Holzspielzeugmarkt entspricht. Nicht zuletzt ist die zurückhaltende Verwendung von tropischen Hölzern aber aus ökologischen Gründen sehr zu begrüßen, denn diese werden oft nicht durch umweltgerechte, ökologisch verträglichen Anbau mit entsprechender Aufforstung gewonnen, sondern in tropischen Wäldern mehr oder weniger wild geschlagen. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die dortigen Ökosysteme werden vor Ort dann billigend in Kauf genommen, müssen aber in Mitteleuropa weder von den Spielzeugherstellern noch von den Konsumenten unterstützt werden.
Button zum Anfang der Seite

Bearbeitungsmöglichkeiten von Holz für Spielzeug

Bild: Babyroller (Quelle: Fa. Grimm)

(Quelle: Fa. Holzspielzeug Grimm)

Nachdem das Holz durch Drechseln, Sägen, Schleifen, Fräsen und Bohren seine Form erhalten hat, werden die Oberflächen einer Veredelung unterzogen. Dazu sind Prozesse wie das Lasieren, das Beizen, das Streichen oder Färben von Holz erforderlich. Für Holzspielzeug, welches vorrangig in Außenbereichen genutzt wird (z.B. Laufräder, Sandkästen, Kletterburgen), sind Oberflächen- und Tiefenveredelungen aus mehreren Gründen erforderlich. Sie sollen das Holz vor Schimmelpilzbefall und Fäulnis schützen. Außerdem werden Risse durch das witterungsbedingte "Arbeiten" des Holzes vermieden. Durch die hochwertigen Lasuren, Imprägnierungen und Beizungen werden das Vergilben und das Nachlassen der farblichen Effekte vermieden. Imprägnierungen schützen zudem vor Schädlingsbefall, machen das Holzspielzeug widerstandfähig und verleihen ihm eine lange Lebensdauer. Bei naturfarbenen Holzspielzeugen werden transparente Lasuren eingesetzt. Sie sind durchsichtig oder durchscheinend und ermöglichen außerdem das Atmen des Holzes. Für das bunte Gestalten der Spielzeugoberflächen werden Lackprodukte eingesetzt, die ebenfalls frei von gesundheitsschädigenden Substanzen sind. Sie überdecken das natürliche Aussehen des Holzes, regulieren das Verhalten des Holzes bei Feuchtigkeit und lassen es atmen. Außerdem sprechen bunte Holzspielzeuge Kinder intensiver an.
Ein Lackieren von Holzspielzeug kann gleichsam mit Lacken erfolgen, die Farbpigmente enthalten oder farblos sind. Sogenannte Klarlacke optimieren die Oberflächen von Holzspielzeug, machen sie glatt und eben und sind die Grundlage für eine zuverlässige Reinigung. Sogenannte Buntlacke eignen sich hervorragend, um ungewollt sichtbare Holzmaserungen zu überdecken.

Ökologische Bedeutung von Holz für die Spielzeugherstellung

Holzspielzeug schult Kinder im Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Holzspielzeug lässt Kinder erkennen, dass schöne Dinge nicht nur aus künstlichen Materialien bestehen müssen.
Der Einsatz von Holz besitzt darüber hinaus einen wichtigen umweltpolitischen Aspekt, denn Holz gehört zu den ständig nachwachsenden Rohstoffen. Für die Herstellung von Spielzeug aus Holz sind weder erschöpfbare und teure Energiequellen wie Erdöl und Erdgas notwendig.
Eine besondere Variante unter dem Holzspielzeug, die nicht nur ökologische Vorteile hat sondern auch für die Kinder günstig ist, stellt das ökologische Holzspielzeug dar. Dieses Holzspielzeug besteht natürlich aus Holz, das weder mit Pestiziden noch im Raubbau gewonnen wird. Es ist außerdem nicht mit gesundheitsschädigenden Imprägnierungen versehen worden und gelangt in diesem naturbelassenen Zustand zur Verarbeitung. Das Holz ist somit unbelastet. Bei der Fertigung von ökologischem Holzspielzeug wird auf eine umweltschonende Umsetzung der Technologien geachtet, die einen geringen Einsatz von Energie und Wasserressourcen gewährleisten.
Wenn für die Veredelung des Holzspielzeuges Zusatzstoffe wie Farbsubstanzen, Lacke und Klebematerialien benötigt werden, dann sind diese frei von schädlichen Inhaltsstoffen oder enthalten diese nur in zulässigen Mengen. Die Entsorgung anfallender Holzabfälle erfolgt auf umweltschonende Art und Weise in Form von Holzpellets.
Button zum Anfang der Seite

Arten von Holzspielzeug

Bild: Holzkisten (Quelle: Fa. Grimm)

(Quelle: Fa. Holzspielzeug Grimm)

Die Tradition, Kinder mit Holzspielzeug zu begeistern, ist besonders in den letzten Jahren wieder stark aufgelebt. Im Zusammenhang mit hochwertigen Verarbeitungstechnologien, neuen Erkenntnissen, deren Umsetzung im Bezug auf die Lagerung und Veredelung von Holz und die unbegrenzte Fantasie der Spielzeugdesigner und Spielzeughersteller stellt die Spielzeugindustrie ein breites Produktsortiment zur Verfügung. Neben den althergebrachten Holzspielzeugen wie Kinderrasseln, Holzfiguren und Holzbausteinen sind ganze Systeme aus Holzspielzeug entstanden. Beliebt sind bei den Kindern neben den einzelnen Produkten wie Holzfahrzeugen die komplexen Anlagen aus Holz. Dazu gehören insbesondere die Holzeisenbahnen, Puppenstuben und Bausysteme aus Holzmaterialien. Aufwendige Ver- und Bearbeitungstechnologien, welche teilweise durch Spezialmaschinen umgesetzt werden, machen es möglich, dass Holzspielzeug zu den sichersten und beliebtesten Spielsachen gehört. Durch die Kombination von Holz mit Details aus anderen Materialien wie Metallen, textilen Stoffen und Kunststoffen wird Holzspielzeug immer kindgerechter und reizvoller. Beim Spielen mit Holzspielzeug schulen die Kinder nicht nur ihre manuellen Fähigkeiten. Sie können mit allen Sinnen die Welt begreifen und lernen den Umgang und die Wertschätzung gegenüber natürlichen Produkten.

Der Link zum Web-Portal:

» www.holzspielsachen24.de


Button zur vorherigen Seite (zurueck) Bild zum Anfang der Seite Button zur naechsten Seite (vor) Button zur Startseite