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Willkommen im Internetportal zum Themenkomplex
Wald, Waldbewirtschaftung und Holznutzung
im Zusammenhang mit Klimawandel und CO2

Ziel dieses Internetportals

Dieses Internetportal soll eine unabhängige, werbefreie Informationsplattform werden, in der die verschiedensten Forschungseinrichtungen, Institutionen, Forstverwaltungen, aber auch Projektträger, Vereine und Verbände ihre Arbeiten und Ergebnisse rund um den Themenkomplex Wald, Klima, Forstwirtschaft und Holznutzung präsentieren können. Ziel soll es sein, die Informationen zu bündeln und in thematisch gegliederter Form aufzubereiten und im Internet einem breiten Kreis zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise soll die Bedeutung der Wälder der Erde und die nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz für das Klima möglichst umfassend dargestellt werden. Unsere Vorstellung und unser Wunsch sind, durch fundierte Informationen einen Beitrag zur Darstellung der Möglichkeiten zur Minimierung der Gefahren einer immer wahrscheinlicher werdenden Klimaerwärmung mit Hilfe von weltweiten Waldaufforstungen, durch Walderhaltung, insbesondere der noch bestehenden Urwälder dieser Erde sowie durch eine nachhaltige Holznutzung zu leisten. Gleichzeitig soll jedoch auch auf die Grenzen dieser gezielten Kohlenstoffbindung und -speicherung und auf die Gefahren, die sich aus einer Klimaerwärmung für den Wald selbst ergeben, eingegangen werden.

Sollten Sie bzw. Ihre Institution auf dem Gebiet der Forschung zum angesprochenen Themenkomplex tätig sein, über Hintergrundinformationen und Fakten hierzu verfügen und⁄oder mit Projekten im Bereich der Forstwirtschaft und⁄oder der Holznutzung aktiv zur CO2-Entlastung der Atmosphäre beitragen, möchten wir Ihnen anbieten, sich an dieser Plattform zu beteiligen.

Sollte dies der Fall sein, finden Sie hier:

» die Grundsätze für eine Beteiligung sowie
» das Wichtigste in Kürze zu diesem offenen Portal.

Wir würden uns sehr über Ihre Beiträge freuen, denn nur mit aktiver Mitarbeit vieler verschiedener Partner erfüllt dieses Portal den angestrebten Zweck einer umfassenden Informationsquelle.

Sie erreichen uns über folgende Möglichkeiten:

Ingolf Profft und Nico Frischbier
Projektgruppe Klimaschutz & Klimafolgen

Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei
Jägerstraße 1
D - 99867 Gotha ⁄ Deutschland

Telefon:    +49 - 36 21 - 225 152
Fax:          +49 - 36 21 - 225 222

e-mail:      co2projekt(at)forst.thueringen.de

Hintergrund

Die Erdoberfläche hat eine Fläche von rund 510 Mio. Quadratkilometer, ca. 70% davon sind Wasserflächen, wie Ozeane, Binnenseen und Flüsse. Rund 30% der Erde sind Landflächen mit einer unterschiedlichen Verteilung zwischen der Nord- und der Südhalbkugel (Nordhalbkugel 39% Landfläche, Südhalbkugel 19%) und unterschiedlichen Landschaftsbildern bzw. Ökosystemen. Bäume und Wälder sind - abgesehen von Wüsten und Hochgebirgsregionen - die wichtigsten Bestandteile der unterschiedlichen Naturräume. Ca. 30% der Landfläche der Erde sind bewaldet. Dabei können die Wälder sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, beispielsweise immergrüne tropische Regenwälder, boreale Nadelwälder, Mischwälder wie in Mitteleuropa, aber auch Waldformationen mit teilweise aufgelockerten Savannenstrukturen oder stark wirtschaftlich ausgerichtete Plantagen.

Unabhängig von Ausprägung und Gestalt der Wälder - überall auf der Erde übernehmen sie wichtige Funktionen für den Menschen und die Natur. Diese Funktionen bzw. die Bedeutung der Wälder für die Menschen variieren in Abhängigkeit von der Ausprägung der Wälder, der geografischen Region sowie den gesellschaftlichen Verhältnissen bzw. dem Grad der industriellen Entwicklung. In den Industriestaaten stehen Funktionen wie Rohstofflieferung, Schutz- und Erholungsfunktionen im Vordergrund. In vielen Entwicklungsländern dienen die Wälder immer stärker als Kapitalgröße, einerseits hinsichtlich des Holzes als Exportgut und andererseits bezüglich des Bodens. Die Folge: Die Exploitationen der Wälder in diesen Regionen in Form von intensiven Holznutzungen und Rodungen zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen, die über die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung hinausgehen, hält weiter ungebremst an. Schutzfunktionen für Boden, Flora und Fauna sowie für den Wasserhaushalt haben meist nur eine untergeordnete und in vielen Fällen vernachlässigte Bedeutung.
Für die wenigen, tatsächlich noch indigenen Naturvölker der Erde stellt der Wald oftmals noch immer die Existenzgrundlage dar. Er bietet Schutz, Nahrung und Brennmaterial.

Durch die sich immer stärker abzeichnenden Gefahren und Auswirkungen eines globalen Klimawandels rückt eine Funktion der Wälder immer stärker in den Focus: die Fähigkeit, auf der Grundlage der Photosynthese Kohlendioxid aus der Luft aufzunehmen, dieses in Kohlenstoffverbindungen umzuwandeln und im Holz der Bäume sowie im Boden langfristig einzulagern und zu speichern. Durch diese Fähigkeit sind die Wälder der größte terrestrische Kohlenstoffspeicher und spielen eine bedeutende Rolle für die Erdatmosphäre als Kohlenstoffsenke.
Darüber hinaus bietet der vielfältig einsetzbare Rohstoff Holz ein bisher nur wenig genutztes Potenzial, durch seine Verwendung CO2-Emissionen einzusparen. Zum einen können durch die Nutzung von Holz als Energieträger fossile Energieträger, wie Kohle, Erdöl und Erdgas, eingespart werden. Zum anderen ergibt sich durch die Verwendung von Holz anstelle anderer Materialien, die mit einem weitaus größeren Energieeinsatz gefördert⁄gewonnen und verarbeitet werden, eine Möglichkeit, die anthropogenen CO2-Emissionen in ungeahntem Ausmaß reduzieren zu können.

Vor diesem Hintergrund werden zur Rolle der Wälder und der Verwendung von Holz im globalen Kohlenstoffkreislauf und demzufolge im gegenwärtigen Klimaprozess weltweit Forschungen und wissenschaftliche Untersuchungen vorangetrieben. Für den interessierten Bürger, für Schüler, Studenten, Lehrer aber auch politische Entscheidungsträger ist es schwierig, Zugang zu diesen Informationen und zu den Leistungen der Wälder und der nachhaltigen Forstwirtschaft im Zusammenhang mit der CO2-Bindung und folglich der Entlastung der Erdatmosphäre zu bekommen.

http://www.waldundklima.net

25. Nov 2017; 10:37 Uhr


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